Geschichte

Oktober 1953: Gründungsversammlung

1953:

1.Spatenstich für 2 Tennisplätze am Deserweg in einer für diesen Zweck extra gepachteten Kiesgrube.

1954:

Die ersten Bälle fliegen über das Netz. Na also, die Mühen haben sich gelohnt, der weiße Sport hält Einzug in Plattling.

1958:

Die Baracke wird immer gemütlicher: neuer Fußboden, neuer Anstrich, neue Kantine. Die Stadt Plattling stellt die Gewerbehalle für die Wintermonate zur Verfügung. Einige Mitglieder betonieren die Hülsen der Netzpfosten, die Fenster werden mit Drahtgeflecht vor verschlagenen Bällen geschützt. Keine Heizung - keine Dusche - keine 2m Auslauf hinter der Grundlinie - alles nicht wichtig, Hauptsache der (damals noch weiße) Ball fliegt über das Netz.

1963:

Die Südzucker (seit 1960 in Plattling) mit ihrem Direktor und eifrigen Tennisspieler Dr.Peter Mosel, gestattet den TC Mitgliedern, einen Hallenplatz in der Schnitzelhalle zu errichten.

1965:

Am Deserweg: Die "Sportlichen" bekommen eine betonierte Trainingswand, die "Durstigen" eine neue Bar.

1966:

Immer mehr wollen Tennis spielen. Die zwei Plätze sind fast schon zu wenig. Kann die Anlage um einen oder zwei Plätze erweitert werden? Sie kann nicht. Vielleicht eine neue Anlage bauen, aber wohin? Guter Rat ist teuer.

1967:

Ein Glücksfall für den Tennisclub, dass die Stadt Plattling mit Bürgermeister Krümpel eine Idee des Sport-Pioniers Georg Eckl weiterverfolgt. In der "Platllinger Au" soll eine große Sportanlage entstehen. Frage an die Stadt: Dürfen die Tennisspieler damit anfangen? Ja sie dürfen! Die Weichen sind gestellt. Viele sollen Tennis spielen, nicht nur einige Wenige, heißt die Devise. Mindestens 5 Plätze mit Klubheim und Grünanlage sind auf dem Reißbrett. Einige sind skeptisch, der sogenannte "Weiße Sport" wird ja nicht von allen geliebt und hört man die Meinung anderer, so dringen nicht gerade schmeichelhafte Worte ans Ohr: "Diese Spinner, dass ist ja kein Sport, höchstens was für die oberen Zehntausend, nichts für mich".

Und einige Spötter von damals schwingen heute ihre Schläger just unter den Bedingungen, die der Tennisclub 1967/68 bereits in der Planung hatte. Es trifft sich gut, dass mit Günter Rümmelein ein Vorstand antritt, der den Tennissport zu dem machen will was er heute in aller Welt ist - ein Volkssport. Eine nicht gerade schwache Opposition organisiert sich, vielleicht kann ja das Vorhaben noch gestoppt werden?

Nein, kann es nicht! G. Rümmelein nimmt auf Beschluss der Generalversammlung die ersten Grundstücksverhandlungen mit der Stadt Platlling auf. Die Richtung ist festgelegt, die Planung läuft auf vollen Touren. Der TC, einmal in Fahrt, ist nicht mehr aufzuhalten.

1968:

Es kann gebastelt werden. Wieso gebastelt? Natürlich ein maßstabsgerechtes Modell zur Ausstellung in mehreren Geschäften. Damit soll das Bauvorhaben allen Bürgern der Stadt besser dargestellt werden.

Die Au zeigt sich ungeordnet mit Sumpfgelände,Tümpel, Schilf und Augehölz. Packen wir's an. Erst mal die Wildnis beseitigen und um 50 cm anheben. In Eigenregie und mit Unterstützung der Stadt Plattling wird aus jeder Ecke Aufschüttmaterial herangefahren, planiert und verdichtet.

Entwässerungsgräben werden bis zum Grundwasser ausgehoben und mit schwerem Rollkies aufgefüllt. Das Gelände ist ja nun ganz schön eben. Na also: nur weiter so! Nebenbei werden schon die Fundamente für das Clubheim vorbereitet, eingeschalt und betoniert.

Alles was getan wird ist Eigenleistung eifriger Mitglieder ohne großen Maschineneinsatz, wie er heute üblich ist. Eifrig wird am Clubheim und an den zwei Plätzen gearbeitet, die 1971 fertig werden. Kleine Schaukämpfe testen die etwas schwammigen Plätze. Das Clubheim steht im Rohbau. Schon wird der 3. Platz in Angriff genommen. 1973 ist das Clubheim innen fertiggestellt. Muss es auch, denn der TC feiert sein 20- jähriges Bestehen. Der vierte Platz steht auf dem Arbeitsprogramm. Es herrscht reger Spielbetrieb.

1977:

Einmal in Schwung gekommen ist die Vereinsführung nicht mehr zu bremsen. Gesagt, getan. Die Plätze 6 und 7 werden eröffnet. Das bisherige Brunnenwasser weicht vorschriftsmäßigem Trinkwasser. Gasleitungen, Warmwasserbereitung und Heizöfen werden installiert.

1978:

Die Abwasseranlagen werden an die Kanalisation der Stadt Plattling angeschlossen. Eine Alarmanlage wird installiert und die Terrasse zur Dammseite ausgebaut.

1983:

In der Kantine brutzelt das Essen auf einem neuen Herd mit Abzugshaube.

1985:

Eine neue Kücheneinrichtung wird angeschafft. Die Wasserpumpe wird größer ausgelegt. An der neuen Ballmaschine kommen die Übenden ganz schön ins Schwitzen.

1987:

In Eigenregie und größtenteils in Eigenleistung entsteht die langersehnte automatische Platzberegnungsanlage.

1991:

Die erste größere Reparatur steht an: Die Dachhaut des Clubheims muss erneuert werden. Ein Anstrich lässt das Gebäude neu erstrahlen.

1993:

Umstellung der Gasversorgung von Flüssiggas auf Erdgas. Viele Reparaturen an den Anlagen und Instandsetzungen rund um das Clubhaus werden mit viel Eigenleistung bewerkstelligt.

1996:

Die Grünanlagen werden einer gründlichen Überarbeitung und vor allem Verschönerung unterzogen.

1999:

Die Tribüne wird gänzlich renoviert. Der Tennisboom lässt langsam nach. Der TC fördert durch viele Aktions-Programme die Mitgliederwerbung.

2001:

Die Vorstandschaft bemüht sich nun auch mit Förderung des Breitensportes den Mitglieder - Rückgang zu kompensieren. Die Plätze werden mit einer neuen Kehrmaschine bearbeitet.

2003:

Der Tennisclub Plattling besteht nun schon 50 Jahre. Ein großes Fest mit vielen Ehrungen wird abgehalten.

Die Herren 60 werden Bayernligameister und zum ersten Mal spielt eine Mannschaft des TC Plattling in der Regionalliga.

2007:

Mit dem neuem Vorstand Jochem Eberhard werden große Projekte in Angriff genommen. Die riesigen Tannen auf der Clubheimterasse werden gefällt, die ganzen Terassenplatten neu und eben verlegt, Die Sitzterasse wird saniert.

2008:

Unter Eigenregie und mit Eigenleistung werden die Damen- und Herrenduschen komplett neu gefliest und mit neuen Armarturen ausgestattet. Die großen Wurzeln der Bäume zerstören den Abwasserkanal, alles wird aufgebaggert und das Kanalrohr saniert.